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Grüne Stadtentwicklung

von Marianne Brunner

Grüne Stadtentwicklung heißt:

  • Nachhaltige Entwicklung

  • Schonender Umgang mit Ressourcen

  • An die Bedürfnisse der BürgerInnen angepasste Entwicklung

  • Bürgerbeteiligung und Transparenz bei Entscheidungen

  • Landau – eine Stadt der kurzen Wege

  • Mobilität für alle – Fußgänger- und Fahrrad haben Vorrang

  • Verkehrsberuhigung – Ausbau des ÖPNV


Nachhaltige Entwicklung

Stadtentwicklung stellt die Weichen für die Zukunft. Jede Entscheidung wird für kommende Generationen gefällt und muss deshalb genauestens auf Zukunftsfähigkeit geprüft werden. Wichtige Kriterien sind u. a. die demografische Entwicklung, der Lebensstandard und die Lebensqualität, der gesellschaftliche Wandel z.B. in Bezug auf Größe der Haushalte, die Altersstruktur.


Schonender Umgang mit Ressourcen

Innenentwicklung anstelle Außenentwicklung

In Landau herrscht die gleiche fatale Entwicklung wie in nahezu allen anderen Gemeinden: In den Ortskernen mehren sich die Leerstände, und an den Rändern wachsen Neubaugebiete. Diesen Trend wollen wir stoppen, denn er birgt eine Reihe gravierender Nachteile:

  • Neubaugebiete verbrauchen Landschaft und Boden – und das für alle Ewigkeit. Landau hat das Potential zu einer Innenentwicklung, vor allem durch die Konversionsflächen. Im Konversionsgebiet „Wohnpark am Ebenberg“, dem alten Kasernengelände Estienne-et-Foch, bietet sich für Landau die Chance, ein beispielhaftes Wohngebiet zu entwickeln. Stadtprägende bestehende Gebäude, wie an der Cornichonstraße, können energetisch saniert und für Wohn-, aber auch Gewerbezwecke genutzt werden. Neubauten, auch Mietwohnungsbauten sollten dort nur als Passiv- oder Energie-plus-Häuser entstehen. Es gibt ausreichend Platz, der auch Baugruppen- ebenso wie Mehrgenerationenwohn-Projekte und integrative Wohn- und Lebensformen ermöglicht.

  • Neubaugebiete verursachen Individualverkehr und zerstören Lebensqualität: Selbst der Gang zum Bäcker wird in Neubaugebieten meistens so weit, dass er in aller Regel durch eine Autofahrt ersetzt wird. Den Schaden haben, neben Natur und Umwelt, alle diejenigen, die an den Durchfahrtsstraßen wohnen.

  • Neubaugebiete vernichten Geld: Durch sie wird das Netz der Ver- und Entsorgungseinrichtungen verlängert, etwa der Kanalisation und der Trinkwasserleitungen. All das wird irgendwann repariert und erneuert werden müssen. Jedes Baugebiet verursacht unseren Folgegenerationen weitere Kosten.

  • Neue Gewerbegebiete am Stadtrand schwächen den innerstädtischen Einzelhandel. Aber ein Ausdünnen des Angebots in der Innenstadt sowie in den Ortskernen bedeutet auch Verlust an Lebensqualität für alle BürgerInnen. An die Stelle eines Einkaufsbummels tritt die Autofahrt zum Einkaufszentrum auf der grünen Wiese.


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