Landau braucht neue Schulen
Besser und gerechter: EINE SCHULE FÜR ALLE
Mit den Anträgen an die Landesregierung zur Umstrukturierung der Landauer Schullandschaft ist zunächst ein großer Schritt getan worden in Richtung Bildungs- und Chancengerechtigkeit. Wenn die Anträge bewilligt werden, erhält Landau eine Integrierte Gesamtschule (IGS) und eine Realschule plus in kooperativer Form. Ebenso wie der Ausbau des Ganztagesangebots sowie die Umsetzung des gesetzlichen Kindergartenanspruchs ab dem zweiten Lebensjahr bedeutet dies jedoch nur der Anfang eines großen Prozesses.
Bildung ist Persönlichkeitsbildung
Bildung ist die zentrale Gerechtigkeitsfrage der Zukunft. Die soziale Herkunft darf kein Stolperstein für den Bildungserfolg sein. Länger miteinander und voneinander lernen ist unser Leitthema und ist nur durch die Integration verschiedener Bildungsgänge in einer Schule möglich. Deshalb treten wir GRÜNE dafür ein, dass jedes Kind entsprechend seiner individuellen Fähigkeiten gefördert und gefordert wird – das bedeutet Begabtenförderung und Förderung Beeinträchtigter gleichermaßen.
Wir wollen, dass bei Kindern mit Migrationshintergrund eine echte Integration stattfindet. Eine gleichberechtigte Teilhabe am schulischen und gesellschaftlichen Leben fordern wir selbstverständlich auch für alle Kinder mit Behinderungen und Beeinträchtigungen. Gemeinsames Lernen von Anfang an erhöht die Chancen auf einen qualifizierten Abschluss – und quasi nebenbei fördert es die soziale Kompetenz.
Frühkindliche Förderung muss heissen:
Kindertagesplätze ausbauen: Flächendeckendes Einrichten von Ganztagskindergarten- und Krippenplätzen für alle Altersgruppen. Bei der Vergabe Eltern bevorzugen, denen dadurch ein Einstieg in die Berufstätigkeit ermöglicht wird. Dies gilt insbesondere für Alleinerziehende. Das Mittagessen muss für Kinder aus einkommensschwachen Familien umsonst angeboten werden.
Vorschulische Förderung: Auf den Anfang kommt es an! Alle Kinder sollten mindestens ein Jahr vor Schuleintritt den Kindergarten besuchen. Spielerisch können sie motorische, sprachliche und soziale Fähigkeiten erlernen.
Ausbau der frühkindlichen Sprachförderung: Vor allem für Kindern mit Migrationshintergrund und aus sozialen Brennpunkten; nur dann können alle Kinder dem Anfangsunterricht problemlos folgen.
Schulpolitik in Landau muss heißen:
Die Landauer Schulen unter dem Aspekt der Nachhaltigkeit sanieren: Verwendung natürlicher und schadstofffreier Baumaterialien für ein gesundes Wohlfühlklima.
Die Realschule plus in integrativer Form anbieten: Das kooperative Modell ist Augenwischerei, denn Haupt- und Realschule bleiben weiter bestehen, die Aufspaltung erfolgt lediglich zwei Jahre später nach der 6. Klasse.
Bedarfsdeckendes Angebot echter Ganztagsschulen an allen Schularten: Die bisherige Ganztagsschule in Angebotsform ist eine Halbtagsschule mit Mittagessen, Hausaufgabenbetreuung in großen Gruppen und Neigungskursen. Mehr Raum und Zeit für gemeinsames Lernen und Leben bietet eine rhythmisierte Ganztagschule. Auch erleichtert sie es Eltern, Beruf und Familie zu vereinbaren.
Errichtung von Schwerpunktschulen in der Sekundarstufe 1 (Klasse 5 – 10), z.B. an der zukünftigen IGS und der Realschule plus, sowie weiterer Ausbau im Grundschulbereich. So können Schülerinnen und Schüler mit und ohne höheren Förderbedarf gemeinsam und wohnortnah die gleiche Schule besuchen.
Gesundes, altersgerechtes Mittagessen in der Ganztagsschule anbieten.
Einstellung von Sozialarbeitern in allen Schulen.
Start in das Berufsleben muss heißen:
Einstellung eines weiteren Jugendscouts beim Jugendamt: Er bietet arbeitslosen Jugendlichen Beratung und Unterstützung bei der Ausbildungs- beziehungsweise Arbeitsplatzsuche an.
Unterstützung der Bürgerstiftung Pfalz : Jugendliche mit und ohne Hauptschulabschluss werden von Ausbildungspaten auf ihrem oft schwierigen Weg von der Schule in das Berufsleben begleitet.
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