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Sonntag, 20. Mai 2012
Grüne lehnen die Schließung des Instituts für Musik und Musikwissenschaft am Campus Landau der Universität Landau ab - 25.11.2011
Blinde Einsparmaßnahmen offensichtlich unvereinbar mit qualitativer Bildung
Die rheinland-pfälzische Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur Doris Ahnen behauptet immer wieder, Rheinland-Pfalz führe seit Jahren eine verantwortungsvolle und zukunftsorientierte Bildungspolitik. Doch die von Frau Ahnen hervorgehobene Vielfältigkeit und Leistungsfähigkeit, scheint in den letzten Wochen in den Hintergrund geraten zu sein: das Präsidialamt der Universität Koblenz-Landau in Mainz plant am Campus Landau, im Rahmen der Entwicklungsstrategie, eine Konzentration der Lehramtsfächer, die eine Einstellung der Kunstlehrerausbildung am Campus Koblenz und Musiklehrerausbildung am Campus Landau zur Folge hat. Diese Entwicklungsstrategie hat in der jungen Vergangenheit bereits zu drastischen Kürzungen beim historischen Seminar am Campus Landau, samt Auflösung der Geschichtslehrerausbildung, und zur Streichung der Französischlehrer-ausbildung am Campus Koblenz geführt. Dies widerspricht der Bildungsvielfalt, die in unseren Augen nicht nur aus Wirtschaft, Naturwissenschaft und Mathematik bestehen kann und darf. Bildung darf nicht an den finanziellen Möglichkeiten der Eltern scheitern, aber genauso wenig an einer derartigen Sparpolitik bezüglich unserer Universitäten und Schulen.
Hierzu Lukas Hartmann, Kreisvorstandssprecher von Bündnis 90 / die Grünen in Landau: „Die Konsolidierung des Landeshaushaltes ist eine herausragende Aufgabe dieser Tage; eine neue Perspektive auf Nachhaltigkeit für zukünftige Generationen. Diesem Ziel aber alles zu opfern, das ebenfalls eine Grundlage für diese Zukunft bildet, kann nicht in unserem Interesse liegen. Ich bin überzeugt, dass das Land gut daran täte, Ausgaben aus Beton affinen Projekten zugunsten unseres Bildungssystems zurückzustellen.“
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