Grüne in Landau

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Sonntag, 20. Mai 2012

Platz für Radler in Rheinstraße

28.08.2008: 

DIE RHEINPFALZ

Mit einem Kompromiss will Oberbürgermeister Hans-Dieter Schlimmer die Interessen von Auto- und Radfahrern in der stark befahrenen Rheinstraße ausgleichen. Zwar soll es grundsätzlich bei vier Spuren für die Autos bleiben, doch plant das Rathaus, den Gehweg auf der Südseite für Radfahrer zu öffnen. Gegenläufig soll zwischen dem Fuß der Queichheimer Brücke und dem Ostpark ein Radstreifen markiert werden, was heißt, dass Autos sich für wenige Meter stadteinwärts einspurig fortbewegen müssen.

Im Bauausschuss hat Schlimmer am Dienstagabend eine Mehrheit für sein Projekt gefunden, nun hat der Stadtrat das letzte Wort. Der OB sagte der RHEINPFALZ, er wolle etwas für die Radfahrer tun, ohne den Fluss der Autos auf dieser wichtigen Landauer Verkehrsachse zu behindern. Die Vorgeschichte: Die Koalition von CDU, FWG und FDP hatte die Grünen ausgebremst, die mit SPD und UBFL gefordert hatten, auf der Rheinstraße Radspuren zu markieren und dafür auf eine Autospur zu verzichten. Der Allgemeine Deutsche Fahrradclub (ADFC) hatte dafür ein Konzept erarbeitet. Mit dem Argument, Staus bis nach Queichheim seien auf diese Weise programmiert, schmetterte die Ratsmehrheit diesen Antrag ab.

Die Idee des Oberbürgermeisters sorgt nun dafür, dass Radfahrer an diesem innerstädtischen Nadelöhr doch noch die Kurve kriegen und Landaus Radwegenetz an einem neuralgischen Verkehrsabschnitt ausgebaut wird. Eine Lücke zwischen Queichheimer Brücke und Festhalle werde so geschlossen. „Wir wollen eine Stadt der kurzen Wege sein", so Schlimmer, „da ist das Fahrrad eine wirkliche Alternative zum Auto." „Das ist nicht die Ideallösung", gibt Schlimmer zu, doch sorge sein Plan dafür, dass Auto- und Radfahrer getrennt werden und die Sicherheit beider erhöht wird. Der Gehweg auf der Südseite der Rheinstraße ist nach Schlimmers Ansicht breit genug, damit sich Radfahrer und Fußgänger nicht ins Gehege kommen. Anders auf der gegenüberliegenden Straßenseite: Hier ist der Bürgersteig zu schmal für Radfahrer. Die Rheinstraße soll daher zwischen der Queichheimer Brücke und der Ludowicistraße am Ostpark in Richtung Stadtmitte auf eine Autospur verengt werden. Die Einfädelspur für Autofahrer, die vom Bahnhof in die Rheinstraße einbiegen, würde wegfallen und das Stoppschild, das jetzt die Autofahrer an der Einmündung zum Halten zwingt, würde beibehalten. Die jetzige Baustelle hat nach Schlimmers Ansicht bewiesen, dass es nicht zu Staus kommen wird. Wenn die neue Asphaltdecke aufgetragen wird, soll die Markierung aufgezeichnet werden.

Quelle: DIE RHEINPFALZ vom 28. August 2008

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