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Neujahrsmatinee der Kreisverbände GER, LD + SÜW

„Windkraft keine ästhetische Entscheidung"

18.01.2010: 

DIE RHEINPFALZ

Südpfälzer Grüne sprechen über längst bekannte regionale Ansätze zum Schutz des weltweiten Klimas - Von Thorsten Kornmann

Die Vorschläge zum Klimaschutz waren schon da. Schon oft. Schon vor Jahren. Gestern wurden sie im Haus des Gastes in Bad Bergzabern wieder genannt. „Global denken - lokal handeln - Beiträge der Region Südpfalz zum Schutz unseres Klimas" lautete das Thema der Neujahrsmatinee von Bündnis 90/Die Grünen in der Südpfalz.

Peter Kallusek, Vorstandssprecher der Grünen im Kreis SÜW, rief dazu auf, zu zeigen, wie Deutschland mithelfen könne, weltweit den Kohlendioxid-Ausstoß zu reduzieren. Zudem wurden aktuelle Themen genannt, die für Südpfälzer Grund genug sein dürften, beim Energieverbrauch auf Vernunft umzuschalten. Der rheinland-pfälzische Landesvorstandssprecher der Grünen, Daniel Köbler, erinnerte an die allgegenwärtige Erdbebenkatastrophe in Haiti und verdeutlichte, wie sehr beim Umweltschutz global gedacht werden müsse und lokal gehandelt werden könne: Das weltweite Klima lasse sich schonen, wenn Altbauten energetisch saniert und weniger Wärme nach draußen dringe und vergeudet werde. Über die Landauer Uni hinaus solle das Potenzial ihres Instituts für Umweltwissenschaften genutzt werden.

Längst realisiert sind Windkraftanlagen in der Südpfalz. Diese Technik habe Potenzial, verdeutlichte Bernhard Braun, Vorsitzender des BUND Rheinland-Pfalz, beim Treffen der grünen Kreisverbände Germersheim, Südliche Weinstraße und Landau. Die Diskussion, ob sich Anlagen in die Landschaft einfügen, kürzte er ab: Letztlich sei es keine ästhetische Entscheidung, Windkraftwerke zu bauen. Schnelles Handeln wäre auch bei der Solarenergie und Biomasse denkbar. Fossile Brennstoffe will er dennoch nicht ganz abschreiben. Er sprach von dezentralen Kraftwerken, bei denen mit einem Motor Energie gewonnen wird. Vorteil dabei: Wärme werde nicht weit transportiert.

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