Was Landaus Politiker versprechen
Wer die Wahl hat, hat die Qual. Sieben Parteien und Gruppen bewerben sich um Sitze in Landaus Stadtrat. Die RHEINPFALZ hat den Spitzenkandidaten fünf Fragen zu aktuellen Landauer Themen gestellt. Die Antworten lesen Sie auf dieser Seite.
GRÜNE Magdalena Schwarzmüller Was ist für Sie das wichtigste stadtpolitische Thema der Jahre bis 2014? Nennen Sie bitte nur eines!
Das soziale Gefälle in unserer Stadt darf nicht größer werden. Für mich hat die Möglichkeit der Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben in unserer Stadt oberste Priorität. Ich werde mich in den kommenden fünf Jahren dafür einsetzen, dass wir diesem Ziel näher kommen und uns aufeinander zu bewegen.
Warum sind Sie für oder gegen eine Landesgartenschau in Landau?
Sicher birgt die Landesgartenschau viele städtebauliche Chancen, auch in punkto Ökologie oder der forcierten Entwicklung des Wohnparks Ebenberg. Trotzdem spreche ich mich dagegen aus. Ich befürchte, dass künftig vieles Notwendige auf der Strecke bleibt, wenn die Einnahmen aus der Schau hinter den Planungen zurückbleiben. Ich räume aber ein, dass die Mehrheit meiner Fraktion hier eine andere Position vertritt.
Das Projekt eines großen Kaufhauses auf dem Gelände Gauer ist gescheitert. Soll es woanders entstehen? Wo?
Nachdem die Innenstadt viele Leerstände aufweist, ist in meinen Augen nicht ein einzelnes Großkaufhaus notwendig, sondern die Ansiedlung einzelner attraktiver Geschäfte im Zentrum. Wir müssen Kaufkraft in Landau halten beziehungsweise anziehen, ohne den aktuellen Geschäftsbestand zu gefährden. Die Option, mehreren mittelgroßen Standorten den Vorzug zu geben, sahen auch explizit die Planer von Junker und Kruse.
Sind Sie für weitere Baugebiete in den Stadtdörfern?
Weitere Baugebiete in den Stadtdörfern führen zu immer größerer Zersiedelung der Landschaft. Was wir brauchen, ist ein Baulückenkataster und eine Gestaltungssatzung, die es attraktiv macht, Altbauten in den Ortskernen zu erwerben und energetisch optimal zu sanieren. Im Wohnpark Ebenberg wird zudem so viel Wohnraum geschaffen, dass die Erschließung weiterer Gebiete aktuell zurückstehen muss.
Wo sollte der Stadtrat Akzente in der Sozialpolitik setzen über die Pflichtaufgaben hinaus?
Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum für Menschen mit niedrigen Einkommen. Hier sollten wir vollkommen neue Modelle denken und in Angriff nehmen. Mittel- und langfristig spart dies sogar Kosten. Für Menschen, die trotz aller Anstrengung obdachlos sind, reicht allein eine Unterkunft nicht aus. Die betroffenen Menschen brauchen professionelle Hilfe und Unterstützung.
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